Lymphdrainage: Eine Anleitung zum Anregen der Durchblutung

Krankhaft gestörtem Lymphenfluss begegnet man durch zielgerichtete Massagen, die mittlerweile sogar mit elektrischen Geräten durchgeführt werden können. Die fachgerecht durchgeführte manuelle Lymphdrainage ist aber noch immer die effektivere Methode.

Lymphdrainage – die richtigen Griffe

Lymphdrainagen sollen die Durchblutung nicht anregen und sie dürfen nicht schmerzen. Sachkundig durchgeführte Lymphdrainagen bedienen sich verschiedener Techniken und bestimmter Griffe, die rhythmisch, sanft und gleichmäßig durchgeführt werden:

Stehende Kreise:

Dazu werden die Hände im jeweiligen Lymphknotenbereich sanft aufgelegt. Die flache Hand führt behutsam Kreise in Abflussrichtung der Lymphe aus. Unter wenig Druck wird der Griff mehrmals wiederholt.

Schöpfgriff:

Der Daumen wird flach aufgelegt, alle anderen Fingerkuppen berühren die Haut. Nun gegen die Richtung der Lymphbahnen kreisen.

Drehgriff:

Dazu werden die Finger wie beim Schöpfgriff angesetzt. Die kreisenden Bewegungen erfolgen in die Richtung der Lymphbahnen.

Ultrafiltrat-Verdrängungsgriff:

Die Finger werden fest aneinandergepresst, die Hand wird flach auf das Ödem gelegt. Über etwa 20 bis 30 Sekunden erfolgt damit behutsam zunehmender Druck in die Tiefe. So soll die Ödemflüssigkeit zum Abfluss über den Blutkreislauf gedrängt werden.

Hautfaltengriff:

Eine Hautfalte mit der einen Hand anheben, den Daumen der anderen Hand dagegen und in die Tiefe pressen.

Scheibenwischergriff:

Beide Hände nebeneinander flach auflegen, die Handgelenke ähnlich wie Scheibenwischer schließen und öffnen.

Das Ausführen dieser Handgriffe sollte speziell weitergebildeten Physiotherapeuten oder Masseuren überlassen werden. Ohne professionelle Unterweisung sollten Sie nicht selbst Hand anlegen, da die Gefahr besteht, dass die betroffenen Körperregionen zu stark bearbeitet werden.

Bild: Bigstockphoto.com / Gal2007

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