Ballaststoffreiche Ernährung mit Flohsamenschalen unterstützen

Keine Sorge – lediglich das Aussehen von Flohsamenschalen erinnert an die hüpfenden Plagegeister. Die länglichen Samen stammen von Pflanzen aus der Gattung Plantago, die zur Familie der Wegerichgewächse gehört. Zur Samengewinnung werden die drei Arten Plantago afra (Mittelmeerraum, Westasien), Plantago psyllium (Mittel- und Südeuropa) und Plantago ovata (Indien, Nordafrika, Südwestasien) herangezogen.

Warum Flohsamen?

Was die Flohsamenschalen interessant macht, ist ihr Gehalt an Ballaststoffen, der bei über 80 % liegt. Dazu kommt eine hohe Quellfähigkeit, die je nach Sorte bis zu 40 % beträgt. Der Samenkörper enthält vor allem Öle und Proteine und hat weniger Quellstoffe als die Schale. Ob man die Schale oder die komplette Kapsel mit Samen verzehrt, ist bei den kleinen Mengen, um die es geht, unerheblich. Egal in welcher Form – ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist unerlässlich!

Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsfasern. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Volumen des Darminhalts zu vergrößern und somit die Darmbewegung anzuregen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Ballaststoff-Zufuhr von 30 Gramm. Unsere Ernährungsgewohnheiten werden dem oft nicht gerecht.

Mit Flohsamenschalen lässt sich ein Manko bequem ausgleichen. Es ist sinnvoll, mit wenig anzufangen und den Verzehr langsam zu steigern, um dem Darm Zeit zur Gewöhnung zu geben und Blähungen zu vermeiden.

Was passiert mit den Flohsamen im Körper?

Es beginnt im Mund: durch die festere Struktur faserreicher Stoffe kaut man intensiver.
Nahrung mit Ballaststoffen verweilt länger im Magen. In der Zeit bis zum Eintreten des Sättigungsgefühls – frühestens 15 Minuten nach dem Essen – hat man weniger Kalorien zu sich genommen als mit ballaststoffarmer Nahrung. Der regelmäßige Verzehr von Flohsamenschalen kann somit Übergewicht entgegenwirken.

Die im Nahrungsbrei befindlichen Stoffe, zu denen auch Kohlenhydrate und Fette gehören, werden aufgrund ihrer höheren Durchmischung mit den Ballaststoffen der Flohsamen langsamer von der Darmwand resorbiert und in den Blutkreislauf abgegeben. Der Blutzucker- und Cholesterinspiegel bleibt ausgeglichen.

Größeres Volumen und weichere Beschaffenheit des Stuhls beeinflussen die Darmschleimhaut positiv. Der Bildung von Ausstülpungen, den sogenannten Divertikeln, wird vorgebeugt.

Flohsamenschalen sind in der Lage, Schad- und Schlackenstoffe zu binden, sodass diese mit ausgeschieden werden. Daher wirken sie nicht nur bei Verstopfung, sondern auch bei Durchfall oder gereiztem Darm.

Wie kann man Flohsamen in den Speiseplan einbinden?

Neben dem klassischen Einrühren in Saft, Wasser oder Tee sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die neutral schmeckenden Flohsamen passen beispielsweise prima in Joghurt oder Müsli. Auch als Backzutat sind sie geeignet. Die Quellstoffe bewirken, dass der Teig Feuchtigkeit besser hält und er geschmeidig und saftig bleibt.

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Bild: Bigstockphoto.com / PixelsAway

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